Volleyball: Niederlage gegen Stralsund

Lena Maasewerd erneut MVP auf Bonner Seite (Foto: Laszlo Scheuch)

Am Samstag, 31. Oktober 2020, war der Meister aus dem letzten Jahr zu Gast im Rheinland.

„Wir wollen heute Hase und Igel spielen“, so die Ansage von Headcoach Sven Anton vor dem Spiel gegen den 1. VC Stralsund. Stralsund stellt in diesem Fall ganz klar den Hasen dar, wobei Bonn in ihrem Spiel schlau wie der Igel spielen sollte.

Das vierte Heimspiel wurde als Geisterspiel durchgeführt. Dazu hatte sich Bonn aufgrund der steigenden Corona Zahlen bereits vor der offiziellen Regelung durch die Bundesliga entschieden. Nachdem die Mannschaft, wie vor jedem Spiel, auf Corona getestet wurde und alle ein negatives Ergebnis vorzuweisen hatten, starteten die Bizeps Volleys mit viel Motivation in den ersten Satz gegen die Stralsunder Wildcats.

Anton hatte bereits vorab die Ansage gemacht, sich als neuer Headcoach von jeder Leistung seiner Spielerinnen überzeugen zu wollen, und begann so mit leicht verändertem Kader im Vergleich zum Spiel gegen Emlichheim.

Bonn fand gut in den ersten Satz hinein. Der Block stellte sich auf den Angriff der Gegnerinnen ein und im eigenen Angriff wurde durch schnelle Pässe von Zuspielerin Luisa Reinhardt Druck auf die gegnerische Abwehr ausgeübt, sodass Trainer André Thiel bei einem Spielstand von 5:2 eine frühe Auszeit nahm.

In dieser Auszeit schien sich Stralsund neu fokussiert zu haben und Bonn wurde zunehmend von den harten Angriffen und dem hohen Block überrumpelt. Auch wenn sich das Team aus dem Rheinland immer wieder wehrte, zogen die Stralsunder Wildcats an den Bonnerinnen vorbei. Stralsunder Außenangreiferin Laura Kurtze verwandelte den ersten Satzball bei einem Spielstand von 17:24.

Der zweite Satz ähnelte dem ersten Satz. Bonn bewies zwar in einigen Rallyes Mut und Ausdauer, ließ Stralsund aber zu schnell vorbeiziehen. Zwar konnten die SSF Fortuna im letzten Drittel nochmal durch gute Aufschläge eine kleine Punkteserie erzielen. Insgesamt erfolgte diese Serie jedoch zu spät und Stralsund ging mit 16:25 als Sieger des zweiten Satzes hervor.

Aufgeben ist keine Option

Für Bonn war klar, dass sie zwei verlorene Sätze nicht auf sich sitzen lassen wollen und so begann im dritten Satz ein Spiel auf Augenhöhe. Mittelangreiferin Clara Kick entschärfte die beiden Stralsunder Hauptangreiferinnen mit einer starken Blockarbeit. Libera Klaudia Czyz übernahm zusammen mit Lina Adams viel Verantwortung und gab Luisa Reinhardt so die Chance ihre Angreiferinnen auf allen Positionen in Szene zu setzen.

Bei einem Spielstand von 16:18 nahm Anton eine Auszeit, um seinen Spielerinnen nochmal taktische Hinweise zu geben. Mit Erfolg: So nahm Stralsunds Headcoach André Thiel nach einer Punkteserie der Bonnerinnen eine Auszeit bei 20:18.

Es konnte Bonn angesehen werden, dass Aufgeben für sie keine Option darstellt, und so erkämpften sich die Damen auch verloren geglaubte Bälle bis zum Ende. Das gleiche gelang allerdings auch den Gästen, die in der letzten Auszeit bei 23:22 nochmal neue Energie tankten und den Satz mit einem stabilen Block mit 23:25 beendeten.

Trotz Niederlage, gute Leistung im letzten Satz

„Trotz den anfänglichen Schwierigkeiten haben wir in das Spiel gefunden und uns gegen Ende kämpferisch gezeigt“, so Teammanager Albert Klein nach der Niederlage. Bonn hatte auf und abseits des Feldes im letzten Drittel des Spiels eine gute Stimmung beibehalten, obwohl die Fans, die sonst für Stimmung von außen sorgen, natürlich von allen vermisst wurden.

Als Mvp wurde erneut Außenangreiferin Lena Maasewerd ausgezeichnet, die gerade gegen Ende des Spiels viel Druck im Angriff ausüben konnte und in der Annahme Konstanz bewies.
Auf gegnerischer Seite wählte Anton Außenangreiferin Madleen Piest zum Mvp, die mit ihrer Abschlaghöhe und ihrem Block Bonn das ein oder andere Mal vor Schwierigkeiten stellte.

In der späteren Mannschaftsbesprechung betonte Anton nochmal, dass die Leistung im letzten Satz solide war und der Fokus in dieser Trainingswoche ausschließlich auf der Vorbereitung auf das Lokalderby gegen die DSHS Snowtrex Köln liegen wird.

In der Trainingseinheit am Montag wird Bernd Werscheck mit den Damen an den Automatismen feilen. In den zwei weiteren Trainingseinheiten will Anton sein Team auf die Spielweise der zweitplatzierten Kölnerinnen vorbereiten. Die Bizeps Volles freuen sich auf ein Volleyballspiel auf hohem Niveau.

Carlotta Hensel

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